Umwelt-KOMPASS Viernheim
Ökologische Produktinformationen der
KOMPASS-Umweltberatung Viernheim e.V.
Tipps zum Schutz vor Elektro-Smog


Durch die Vielzahl von elektrischen Geräten wie Computer, MP3-Player, Handy und
Schnurlostelefon im Haushalt wird die Stärke elektromagnetischer Felder, die uns im
Alltag umgeben, gesteigert. Dabei können gesundheitliche Risiken auftreten.
Verschiedene Institute, darunter auch das Bundesamt für Strahlenschutz, raten dazu,
die Belastung zu senken. Oftmals helfen einfache Maßnahmen zur Vorsorge. Die
KOMPASS-Umweltberatung hat hier ein paar Tipps zusammengestellt, welche die
Belastung minimieren.

Die Folgen von WLAN:
Kabellos im Internet zu surfen ist bequemer, durch die Hochfrequenzstrahlung aber auch
gefährlicher. Deshalb sollten die Basisstationen, die sowohl Sender als auch Empfänger
zu Computer und Notebook sind, als Schutzmaßnahme in einen anderen Raum gestellt
werden. Wenn das Internet nicht benötigt wird, sollten sie abgeschaltet werden.
Das
Bundesamt für Strahlenschutz empfiehlt allerdings normale Kabelverbindung als
besten Schutz vor Elektrosmog.

Die schnurlose Maus:
Durch Bluetooth-Technik können Maus, Tastatur, Headset mit dem Handy und anderen
Geräten verbunden werden. Dies hat zwar eine geringe Stärke von elektromagnetischen
Feldern zur Folge, aber auch hier gilt: Ab
schalten verringert die Gesamtbelastung. Wer
beim Kauf darauf achtet, dass die Maus über die Tastatur angeschlossen werden kann,
verringert den Kabelsalat ohne
Bluetooth.

Das UMTS-Netz:
Der normale GSM-Mobilfunk sendet Signale gepulst im Gegensatz zu dem UMTS-
Mobilfunk, der kontinuierliche Signale sendet. Die Frage, welches der beiden gefähr-
licher ist, ist derzeit nicht zu klären, da beide Netze parallel betrieben werden.

Das Handy:
Es gibt unterschiedliche Gerätetypen, die auch verschiedene Absorptionsraten (SAR)
haben. Man sollte beim Handykauf auf die SAR-Werte achten. SAR-Werte von Handys
finden Sie im Internet auf der Seite www.bfs.de/elektro/hff/oekolabel.html
Wenn man das Handy im Zug, Keller oder Auto benutzt, dann strahlt es stärker. Weil
eingeschaltete Handys immer nach Signalen suchen, sollte man sie nicht in Brust- oder
Hosentasche tragen. (siehe auch: "Bei Anruf Krebs")

Das Telefon:
Bei schnurlosen Telefonen werden immer gleich viele Strahlen gesendet, deshalb sollte
man weder Mobilteil noch Basisstation in Schlaf- oder Kinderzimmern lassen.
Analoge
CT1-Telefone haben keine Zukunft, weil deren Frequenz nur noch bis Ende 2008 ge-
schützt ist. Die Alternative dazu ist ein Kabeltelefon, denn das strahlt auf keinen Fall.
(siehe auch "Schnurlostelefone auf Dauersendung")

Das Handfunkgerät:
Bei Walkie-Talkies, die meist von Kindern genutzt werden, besteht das selbe Risiko wie
bei Handys.

Energiesparlampen:
Die elektromagnetische Strahlung bewegt sich im selben Rahmen der Abstrahlung von
normalen Glühbirnen. Das einzige Problem bei Energiesparlampen ist die Entsorgung,
da man sie nicht einfach in den Müll werfen darf. Die Leuchtstoffröhren
enthalten Queck-
silber.

Das Navigationssystem:
Da alle Navigationssysteme, außer diejenigen mit Bluetooth, nur empfangen und nicht
senden, können sie auch nicht strahlen. Die Satellitenschüssel und der batterie-
betriebene Funkwecker haben das selbe Prinzip. Doch der netzbetriebene Radiowecker
sendet Strahlen aus.

Quelle: Natur & Kosmos, September 07


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