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Umwelt-KOMPASS Viernheim
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| Ökologische Produktinformationen der KOMPASS-Umweltberatung Viernheim e.V. |
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Durstlöscher Wasser
Welches Mineralwasser ist das richtige? |
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| Viel trinken sollen wir und das möglichst kalorienarm. So lautet das Credo der modernen Gesund- heitspäpste. Kein Wunder, dass Mineralwasser als Durstlöscher immer mehr an Bedeutung gewonnen hat. Deshalb die gute Nachricht zuerst: Laut Ökotest ist Mineralwasser ein gesundes, spritziges Vergnügen (Ökotest, Mai 2003), zu dem wir mit dieser Seite Informationen liefern wollen. |
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Worin unterscheidet sich Mineralwasser |
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| Natürliches Mineralwasser • Natürliches Mineralwasser soll aus unterirdischen, vor Verunreinigungen geschützten Wasservorkommen stammen. • Es ist gekennzeichnet durch seinen Gehalt an Mineralstoffen, Spurenelementen oder weiteren Bestandteilen, z. B. Kohlensäure. • Sein Gehalt an bestimmten, natürlicherweise enthaltenen Schadstoffen, z. B. Schwermetallen, darf in der Mineral- und Tafelwasserverordnung festgelegte Grenzwerte nicht überschreiten. • Mineralwasser muss direkt an der Quelle in das für den Endverbraucher vorgesehene Gefäß abgefüllt werden. • Es muss als einziges Lebensmittel amtlich anerkannt werden. • Wer aus gesundheitlichen Gründen Mineralwasser trinkt, sollte die Marke nach • Calciumreiche Mineralwässer können den Calciumhaushalt aufbessern, • Sportler brauchen auch vor einem natriumhaltigen Wasser keine Angst zu haben, |
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| Welche Bedeutung haben die Mineralstoffe? |
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| Mineralstoff/ Spurenelement Calcium (Ca) Magnesium (Mg) Natrium (Na) Kalium (Ka) Fluorid (F) Sulfat (SO4) Hydrogencarbonat (H2CO3) Kohlenstoffdioxid (CO2) |
Aufgabe Knochen- und Zahnaufbau, Blut- gerinnung, Reizübertragung in Muskeln und Nerven Energiestoffwechsel, Reizüber- tragung in Muskeln und Nerven, Knochenbildung Regulierung des Wasserhaushalts, Erregbarkeit von Nerven und Muskeln Wasserhaushalt (Wasserausscheidung) Knochen- und Zahnbildung Gallenfluss anregend, nicht lebensnotwendig Säurepuffer für Magensalzsäure, nicht lebensnotwendig verdauungsfördernd |
empfohlene Menge für Erwachsene pro Tag 1000 mg 300 mg (Frau) 350 mg (Mann) bis 6 g NaCl 2000 mg 3,1 mg (Frau) 3,8 mg (Mann) bis 240 mg/l |
Grenzwerte im Mineralwasser/ freiwillige Kennzeichnung keiner / Angabe "calciumhaltig" möglich bei mehr als 150 mg/l keiner / Angabe "magnesiumhaltig" möglich bei mehr als 50 mg/l keiner / Angabe "chloridhaltig" möglich bei mehr als 200 mg keiner für Säuglinge bis 0,7 mg/l / Angabe "fluoridhaltig" ab 1 mg/l Pflicht, ab 5 mg/l Warnhinweis für Säuglinge bis 240 mg/l / "sulfathaltig" ab 200 mg/l keiner / Angabe "bicarbonathaltig" möglich bei mehr als 600 mg/l keiner / bis 7 g/l üblich, darüber Gefahr des Flaschenbruchs |
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| Schadstoffe im Mineralwasser? Immer wieder wird in der Boulevardpresse über Schadstoffe im Mineralwasser berichtet, z.B. über Nitrat, Arsen oder Radium 226. Wie sind die Meldungen zu bewerten? Mineralwasser muss "natürlich rein" sein. Deshalb können je nach Gestein Stoffe wie Arsen oder Blei im Mineralwasser natürlicherweise vorhanden sein. Für Substanzen, die sich in höheren Aufnahmemengen als gesundheitlich schädlich erwiesen haben, gibt es Grenzwerte in der Mineral- und Tafel-Wasserverordnung. Diese sind zum Teil identisch mit den Grenzwerten der Trinkwasserverordnung, teilweise liegen sie auch höher oder niedriger. Dabei ist zu berücksichtigen, dass die Grenzwerte bei Trinkwasser unter der Annahme festgelegt werden, dass der gesamte Wasserbedarf ein ganzes Leben lang durch Trinkwasser gedeckt wird. Bei anderen Lebensmitteln, so auch bei Mineralwasser, wird von einer lebenslangen verzehrsüblichen Portion ausgegangen. Die tatsächlichen Gehalte der Stoffe in den Mineralwässern brauchen nicht auf dem Etikett deklariert werden, weil sie nicht zu den charakteristischen Inhaltsstoffen gehören. |
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| Grenzwerte für chemische Stoffe nach der Mineral- und Tafelwasser-Verordnung (MTV) ab 2006 |
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| Antimon Arsen Barium Blei Bor Cadmium Chrom, total Fluorid Kupfer Mangan Nickel Nitrat Nitrit Quecksilber Selen Zyanid |
0,0050 mg/l 0,010 mg/l 1,0 mg/l 0,010 mg/l 30 mg/l 0,003 mg/l 0,050 mg/l 5,0 mg/l ab 2008 1,0 mg/l 0,5 mg/l 0,05 mg/l / 0,020 mg/l ab 2008 50 mg/l 0,1 mg/l 0,0010 mg/l 0,010 mg/l 0,070 mg/l |
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| Strahlendes Mineralwasser? Die Radioaktivität von Mineralwasser gerät immer wieder in die öffentliche Diskussion. Deshalb soll auf dieser Seite auch darauf eingegangen werden. Dazu muss man sich vergegenwärtigen, wie Mineralwasser entsteht. Mineralwasser stammt, wie auch das Grundwasser, aus dem natürlichen Wasser- kreislauf. Das Besondere an Mineralwasser ist, dass es in den tiefen Untergrund versickert. Es kann Jahre, Jahrhunderte, auch Jahrtausende dauern, bis es tief im Gestein angekommen ist. Auf dem Weg dorthin hat es verschiedene Erd-, Sand-, Kies- und Gesteinsschichten durchlaufen. Dabei ist es mechanisch und durch Bodenorganismen mikrobiologisch gereinigt worden. Da Wasser ein hervorragendes Lösungsmittel ist, löst es aus den Gesteinsschichten Mineralsalze. Handelt es sich um ein Gebiet mit ehemaliger vulkanischer Aktivität, so kann aus der sich abkühlenden Magma Kohlensäure aufsteigen und sich ebenfalls im Mineralwasser lösen. Die Kohlensäure wiederum fördert das Lösen von Salzen, so dass ein kohlensäurereiches Wasser gleichzeitig auch ein mineralstoffreiches Wasser ist. Dies ist bei vielen der hiesigen Mineralwässer der Fall. Radioaktive Bestandteile im Mineralwasser sind also geogen bedingt, d. h. abhängig vom durchlaufenen Gestein. Ökotest schreibt in seinem Heft Mai 2003 dazu folgendes: Je nach geologischen Gegebenheiten können Mineralwässer genauso wie Trink- • Nach Meinung vieler Experten sind Wässer, die einen Urangehalt von mehr • Fragen Sie Ihren Trinkwasserversorger, wie hoch das gelieferte Trinkwasser mit |
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