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Wände anstreichen: so geht's
Sie brauchen:
Werkzeuge:
kleine Rolle (Mäuschen)
Malerrolle
Abstreifgitter
Stehleiter
Teleskopstab oder Besenstiel
Verbrauchsmaterialien:
Abdeckfolie, Malerkrepp oder Zeitungspapier
ggf. Pappe bei Parkettboden
Krepp-Abklebeband
Füllstoff
Wandfarbe
So geht's:
Zunächst sollten Sie wie immer eine Materialberechnung anstellen.
Raumumfang mal -höhe ergibt die zu streichende Fläche. Ziehen Sie
auch hier sicherheitshalber keine normal großen Fenster und Türen
ab.
Räumen Sie zu Beginn alle Wände frei. Entfernen Sie auch die Ab-
deckungen von Schaltern und Steckdosen (Sicherungen ausschalten!).
Am besten stellen Sie die Möbel in die Mitte des Raumes und legen
eine Folie darüber. Den Boden müssen sie natürlich auch abdecken.
Um Holzfußböden vor Beschädigungen zu schützen, eignet sich
Pappe besonders gut. Bei fester Farbe reicht es auch, einen meter-
breiten Streifen des Boden entlang der Wand mit Zeitungspapier
abzukleben. Mit dem Klebeband decken Sie Fußleisten, Tür- und
Fensterrahmen gerade ab. Um ein professionelles Ergebnis zu
erzielen, können Sie beim Abkleben ca. einen Millimeter freilassen
und den Spalt mit Füllstoff ausschmieren. Nach dem Streichen und
Entfernen des Klebebandes haben Sie so einen exakten optischen
Abschluß. Ihre Untergründe haben Sie überprüft und vorbereitet.
Wenn Sie die Farbe abtönen wollen, sollten Sie darauf achten, dass
Sie definierte Mengen mischen. Dann haben Sie es später leichter,
den Farbton wieder genau zu treffen. Probieren Sie die Farbe zunächst
an einer Stelle aus, die sonst von einem Möbel verdeckt ist, und
trocknen Sie sie mit einem Haartrockner, sonst stimmt der Farbton
nicht.
Dann geht es los. Zuerst wird immer die Decke gestrichen: Mit dem
Heizkörperpinsel und dem Mäuschen streichen Sie die Ecken und
Wandbegrenzungen vor. "Beschneiden" nennt das der Fachmann. Mit
der großen Rolle wird die Fläche dann zugerollt. Nehmen Sie reichlich
Farbe auf und verteilen sie etwas am Abstreifgitter. Die wichtigste
Regel beim Streichen ist ein satter Farbauftrag. Den erkennen Sie
schon am Geräusch der Rolle auf der Fläche. Wenn sie zu leergerollt
ist, holt sie die Farbe wieder von der Wand herunter.
Die zweite Regel lautet: Abschnittsweise im Kreuzgang arbeiten, also
zwei bis drei Rollenbreiten von ca. einem Meter Länge senkrecht auf-
tragen und dann waagerecht verteilen. So vermeiden Sie auch Fehl-
stellen, so genannte "Feiertage". Wenn Sie dann noch wieder senk-
recht verschlichten, bekommen Sie ein gleichmäßiges Bild - allerdings
müssen Sie immer auf genügend Farbe achten.
Wenn Sie Platz genug zum Arbeiten haben, erleichtert ein Tele-
skopstab auch an den Wänden die Arbeit. Bei Anstrich der Decke ist
er so gut wie unverzichtbar.
Es gibt eigentlich keine Stelle, an die man mittels Heizkörperpinsel
oder Mäuschen nicht herankommt. Hinter Rippenheizkörpern können
Sie streichen, indem Sie das Mäuschen mit Farbe senkrecht hinein
schieben, waagerecht drehen und abrollen. Frische Farbe am Heiz-
körper sollten Sie gleich mit Schwamm und Wasser abwischen.
Im Handel gibt es darüber hinaus eine Menge Hilfsmittel, auf die Sie
durchaus verzichten können, wenn Sie mit Ihrer Grundausstattung, ein
wenig Geschick und Zeit an die Arbeit gehen.
Wenn Sie die Arbeit unterbrechen, sollten Sie Malerrollen und Pinsel
in luftdicht schließenden Plastiktüten aufbewahren, damit sie nicht
austrocknen. Nach Beendigung der Arbeit rollen bzw. streichen Sie sie
gut aus. Reinigen Sie die Werkzeuge danach sorgfältig mit Wasser.
Übriggebliebene Farbe sollten Sie eintrocknen lassen und dann in den
normalen Hausmüll geben. Kontrollieren Sie aber vorher, ob nach dem
Trocknen der Farbauftrag überall gleichmäßig und befriedigend aus-
gefallen ist.
Tipp: Bei abgetönten Farben empfiehlt es sich, für spätere
Reparaturanstriche einen Teil in gut schließenden Schraubgläsern
aufzubewahren.
Quelle: Selbst renovieren - öko-logisch!, Verbraucherzentrale NRW, Düsseldorf
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