Was ist Nachhaltigkeit?

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Das Prinzip bzw. das Konzept der „Nachhaltigkeit“ hat seine Wurzeln in der nordeuropäischen Wald- und Forstwirtschaft, wo es bereits Ende des 18. Jahrhunderts zeitgleich mit dem Waldbau eingeführt und zum Leitprinzip erhoben wurde. Ein Wald oder ein Forst wird dann nachhaltig bewirtschaftet, wenn dem Wald nicht mehr Biomasse entnommen wird, als nachwächst und die Bodenfruchtbarkeit und die ökologischen Funktionen und damit auch ein hoher Holzertrag des Waldes dauerhaft erhalten bleiben.

Dieses Prinzip der nachhaltigen Waldwirtschaft setzte sich durch, nachdem man vor 150 Jahren erkannt hatte, dass die Wälder durch die Nutzung des Menschen sehr stark dezimiert worden waren.
Inzwischen ist klar geworden, dass das Prinzip der Nachhaltigkeit für die gesamte Biosphäre gelten muss.
Der Begriff nachhaltige Entwicklung (sustainable development) spielte bereits bei der UN-Konferenz 1987 unter der Leitung der damaligen norwegischen Ministerpräsidentin Gro Harlem Brundtland eine große Rolle. In Bezug auf Gesellschaften bezeichnet er eine Entwicklung, die die ökologische, die ökonomische und die soziale und kulturelle Entwicklung zukünftig gemeinsam betrachtet und die Ressourcen der Erde so behutsam bewirtschaftet werden, dass kommende Generationen keine schlechteren Bedingungen zu erwarten haben.

Der Erhalt der natürlichen Lebensgrundlagen ist Voraussetzung für ein gut funktionierendes Wirtschaftssystem und soziale Gerechtigkeit.
Die drei „Säulen“ der Nachhaltigkeit: Ökologie, Ökonomie, soziale Gerechtigkeit müssen in Einklang gebracht werden, soll die Lebensqualität für alle Menschen dauerhaft gesichert werden.

Die UN-Konferenz für Umwelt und Entwicklung in Rio 1992
In Rio wurde, der obigen Einsicht folgend, mit der Agenda-21 eine nachhaltige Entwicklung international verbindlich als politisches Leitmotiv vereinbart. Die von 178 Staaten, darunter auch Deutschland, verabschiedete Agenda-21 weist den Städten  und Gemeinden bei der Aufgabe den Schutz der Umwelt mit der Verbesserung der wirtschaftlichen und sozialen Lebensbedingungen der Menschen in Einklang zu bringen eine besondere Bedeutung zu. Denn Städte und Gemeinden sind die Institutionen, die sozusagen am „nächsten“ an den Menschen dran sind. Denn bei der nachhaltigen Entwicklung kommt es auf jeden Einzelnen an.

Die Ergebnisse von Rio:
In der Agenda 21 sind die dringlichsten Probleme der Menschheit und Lösungsmöglichkeiten für eine nachhaltige Entwicklung angesprochen und Wege zur Umsetzung vorgeschlagen.
Internationale Zusammenarbeit und Armutsbekämpfung, Änderung des Konsumverhaltens, Eindämmung des Bevölkerungswachstums, Schutz der menschlichen Gesundheit, nachhaltige Siedlungsformen , nachhaltige Bewirtschaftung der Bodenressourcen, nachhaltige Landwirtschaft und Entwicklung des ländlichen Raums, Schutz vor Wüstenbildung. Schutz und Nutzung der Ozeane und Süßgewässer, umweltgerechter Umgang mit Biotechnologien, sicherer Umgang mit giftigen Chemikalien und gefährlichen Abfällen.

Neben der Agenda-21 wurden damals noch
• eine Waldkonvention
• eine Klima-Rahmenkonvention
• eine Konvention zur Biodiversität
verabschiedet.

Quelle: Nachhaltigkeit und Gesellschaft, Rat für Nachhaltigkeit
texte Nr. 3, September 2003

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